Die Ritter von Warnsdorf Drucken
Adelsgeschlechter

Die Ritter von Warnsdorf

Nach Flaschners 'Taschenbuch von Zittau' gehört das Geschlecht der Herren von Warnsdorf zu den ältesten in der Lausitz und Schlesien. Einige von ihnen sollen unter den 24 Herren gewesen sein, die 1190 Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf seiner Reise ins Heilige Land begleiteten. Ihr Ritterstatus sowie die jeweils zu ihnen gehörenden Wappen werden auf die Tapferkeit zurückgeführt, mit welcher sie sich im Kreuzzug gegen die Sarazenen auszeichneten. Ihr Wappen ist in Siebmachers Wappenbuch abgebildet und der darin enthaltene Halbmond mit Stern im blauen Feld befindet sich heute noch im Stadtwappen von Warnsdorf.

Heinrich von Warnsdorf war ein hoch gebildeter Komtur des Johanniterordens in Zittau. Er gilt als Urheber bedeutender christlicher Schriften, z. B. einer im Prager Burgarchiv aufbewahrten kostbaren Postille. 1337 gründet der Ordensritter die Kommende Hirschfelde und von 1341 ist eine Liste bekannt, welche bis dahin die finanziellen Geschenke an den Komtur von Zittau und seinen Orden festhält.  Bislang ist dieses Dokument der älteste Hinweis auf die Existenz der Herren von Warnsdorf. 1343 bestehen im Zittauer Dechanat vier Orte, deren Namen mit Henrici villa beginnen: …Sive alba ecclesia (Weißkirchen), … Ecclesia Rombergis (Ober Hennersdorf), … Hennersdorf in Seifen (Seifhennersdorf) und … Scriptoris (Schreibersdorf). Letzterer ist als Ortsangabe in  der Unterschrift des Ordensritters erkennbar. Neusten Theorien zufolge, gehört Heinrich von Warnsdorf zu potentiellen Autoren des kritischen politischen Pamphlets: Dalimils Chronik. Er starb im Jahre 1346 vermutlich in Zittau.

 

Die Ritter von Warnsdorf

 

 

 

 

 

Vom Oberlausitzer Rittergeschlecht ‚derer von Warnsdorf’ sind unter Historikern bekannt: 1343 Hans (Hanus), 1377 Peter von Hainewalde, 1387 Wolf, 1391 Günther und Nikolaus, Hans Wölfel auf Bürgstein, welcher 1427 auf Burg Oybin an Sicherheitsvorkehrungen gegen die Hussiten beteiligt gewesen sein soll.