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Die Besiedelung der Gegend verteilt sich im Wesentlichen auf vier, mit nur wenig Agrarland versehene Täler. Die höchste Bevölkerungs- und entsprechend auch Baudichte weist das Mandautal um Warnsdorf und Rumburg auf. Im Grundtal, Kreibitztal und Kirnitzschtal ist eine weitgehend lockere, breit gestreute Bebauung vorzufinden. Im Gegensatz zum typischen böhmischen Dorf mit dicht aneinander gereihten Gebäuden, wurden die Häuser im Niederland in weiten Abständen gebaut. Die ländlichen Bewohner wollten ihre Nutztiere und ihre Gartennahrung in unmittelbarer Nähe haben und so achteten sie darauf, dass möglichst viel Grund um ihr Häuschen gewesen ist.

Ähnlich wie in der Oberlausitz, sind auch im gesamten Niederland zahlreiche schöne alte Umgebindehäuser verschiedenartigster Bauart vorzufinden. Die Volksarchitektur bescherte hier den im rauem Bergklima lebenden Menschen nicht nur ansehnliche, sondern auch zweckmäßig gestaltete Behausungen. In den meisten Fällen hatten die mit Naturschiefer bedeckten Holzfachwerkhäuser einen steinernen Anbau mit gewölbten Ställen und Kammern, welcher vom Wohnbereich durch einen Treppengang abgetrennt war.
Umgebindehäuser reihen sich ebenso wie prunkvolle Villen, repräsentative öffentliche Gebäude, Kirchen, Friedhöfe, Flurdenkmäler und Aussichtstürme mit in die lange Liste bemerkenswerter Leistungen unserer Vorfahren. Erhaltene Bauwerke, einst von der ehemaligen deutschen Bevölkerung erschaffen und von heutigen Bewohnern restauriert und gepflegt, gehören zur Zierde der gesamten Region.
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